Natur- und Artenschutz bei Mäharbeiten

Bei der Pflege öffentlicher Grünflächen berücksichtigt die Stadt Jüchen neben der Verkehrssicherheit und einem gepflegten Ortsbild auch den Schutz von Wildtieren und Insekten. Durch eine angepasste Planung der Mäharbeiten sollen Lebensräume geschont und das Verletzungsrisiko für Tiere möglichst geringgehalten werden.
In der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juni konzentrierten sich die Mäharbeiten des städtischen Baubetriebshofs daher vorrangig auf die Straßenbankette. Größere Wiesen- und Grünflächen werden – soweit es die Verkehrssicherungspflicht und die Witterung zulassen – erst im Anschluss gemäht. Damit werden unter anderem die Setz- und Brutzeiten vieler Wildtiere berücksichtigt. So verlassen sich beispielsweise Rehkitze in den ersten Lebenswochen bei Gefahr auf ihren Schutzinstinkt und verharren regungslos im hohen Gras. Auch zahlreiche Insekten profitieren von einer angepassten Mahd.
Darüber hinaus setzt die Stadt weitere Maßnahmen um, um Beeinträchtigungen für Tiere möglichst gering zu halten. Hierzu gehören eine angepasste Einsatzplanung, eine Mähweise, die Wildtieren Fluchtmöglichkeiten bietet, sowie – soweit erforderlich und möglich – eine vorherige fußläufige Kontrolle der zu mähenden Flächen.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich ein Restrisiko nicht vollständig ausschließen. Die Stadt Jüchen ist jedoch bestrebt, dieses durch eine vorausschauende Planung und geeignete organisatorische Maßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren.
Mit diesem Vorgehen verbindet die Stadt Jüchen den Natur- und Artenschutz mit den Anforderungen an die Verkehrssicherheit und die Pflege der öffentlichen Grünflächen.

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