Gesamtschule Jüchen mit SINUS-Siegel ausgezeichnet

Jüchen:- Kinder und Jugendliche sind fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten des Internets, das durch Smartphones und Tablets quasi zu jeder Zeit an fast jedem Ort genutzt werden kann. Die damit verbundenen Gefahren wie Cybermobbing, Onlinespielsucht, Datenweitergabe, sexuelle Übergriffe und die Verbreitung von Fotos ohne entsprechende Rechte sind ihnen und ihren Eltern immer noch zu wenig bekannt und bewusst.

Um einen kompetenten Umgang mit den nahezu grenzenlosen Möglichkeiten des Internets zu fördern, hat sich das Projekt „s.i.n.us“ gegründet, damit Schüler, Eltern und Lehrer sicher im Netz unterwegs sind.

Am 12. Februar wurde der Gesamtschule Jüchen das SINUS-Siegel durch die Geschäftsführerin, Gala Garcia Frühling, verliehen. Dies stellt auch den Höhepunkt des zweitägigen Projekts zum Safer Internetday dar, der in dieser Woche weltweit begangen wird. Damit wird die Jüchener Schule zum Kooperationspartner des SINUS-Netzwerks. Das SINUS-Netzwerk ermöglicht mit dem Zusammenschluss vieler Beteiligter (Polizei, Jugendamt, eco-Internetverband etc.) präventiv den Risiken und Gefahren der Digitalisierung zu begegnen.

Schon seit 2018 führt der Weg der Gesamtschule Jüchen zu einer umfassenden Digitalisierung in der Schule. Zu diesem Zweck wurde der Arbeitskreis „Digitalisierung“ gegründet, der inzwischen aus 18 Lehrerinnen und Lehrern besteht und engagiert daran arbeitet, alle digitalen Bereiche fächerübergreifend in Einklang zu bringen.

Dadurch sollen die SchülerInnen befähigt werden, sich als selbstbestimmte Persönlichkeiten in der sich ständig verändernden digitalen Gesellschaft zurechtzufinden.

Seitdem im August 2019 die erste „Tabletklasse“ als Profilklasse 5. Schuljahr an den Start ging, werden zusätzliche Informationsabende von LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen durchgeführt, die die Eltern mit den neuen Herausforderungen vertraut machen und bezüglich der Gefahren Hilfestellung leisten.

Aktuell dient der Safer Internet Day als Anlass, die SchülerInnen in einem Zweitagesprogramm nicht nur für Cybermobbing, Abzocke und Sexting zu sensibilisieren, sondern vor allem auch über die besonders beliebten eGames zu informieren. Dies wird möglich durch die Kooperation mit dem sozialpädagogischen Leiter des Jugendtreffs A3 der katholischen Kirche, Stefan Bredt. Er klärt die Schüler über Altersvorgaben, Spielentwicklungen, aber auch über Gefahren wie Abhängigkeiten oder Geldfallen auf.

Die Projekttage enden mit einem Elterninformationsabend der Gesamtschule Jüchen, bei dem Herr Kubiak vom eco-Internetverband zu allen Fragen und Risiken der Digitalisierung aus praktischer und rechtlicher Sicht Stellung nimmt.

Auch ein neues Ziel hat die Jüchener Gesamtschule bereits angesteuert. Ab Mai 2020 werden die ersten SchülerInnen zu Medienscouts ausgebildet, um im nächsten Schuljahr ihren Mitschülern auf Augenhöhe Tipps für den sicheren Umgang im Netz zu geben.

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