Planungsvereinbarung für den attraktiven und barrierefreien Ersatzneubau des bestehenden Bahnhofs Jüchen unterzeichnet

Wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Bahnhofs als Mobilitätsknotenpunkt und Tor in die Tagebaufolgelandschaft

Jüchen:- Mit der Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung zwischen der Stadt Jüchen und der DB InfraGO AG wurde ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Bahnhofs Jüchen und des Bahnhofumfelds mit der Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft vollzogen.

Gruppenfoto Stadt Jüchen v.l.: Harald Krings (Ratsmitglied/ Ausschussmitglied Tagebaufolgelandschaft) , Eva Dannert (Starke Projekte GmbH), Sonja Kosche (DB InfraGO AG), Bürgermeister Philipp Sieben, Gerd Kuska (Ratsmitglied/ Ausschussvorsitzender Tagebaufolgelandschaft) , Jan Martin von der Heide und Isabelle Heidbüchel (beide Amt für Stadtentwicklung), Karl-Heinz Mohren (Ratsmitglied/ Ausschussmitglied/ 1. Stellv. Bürgermeister)

Im Rahmen des Strukturwandelprojektes „S-Bahnausbau S6 Köln-Mönchengladbach“ über das Investitionsgesetz Kohleregion (InvKG) baut die DB InfraGO AG die Bahnhöfe in Jüchen barrierefrei um. Auf Wunsch der Stadt Jüchen sollen die Planungen der Bahn so weiterentwickelt werden, dass der Bahnhaltepunkt Jüchen unter Einsatz von Strukturwandelmitteln zu einem modernen und attraktiven Mobilitätsknotenpunkt ausgebaut wird.

Der Bahnhaltepunkt soll als Scharnier zwischen dem gewachsenem Zentrum Jüchens und der Tagebaufolgelandschaft mit dem geplanten Stadtteil Jüchen-Süd fungieren. Der Bereich soll als Ankunftsort der dezentralen Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2037 für die Region eine wichtige Rolle übernehmen. Die Vereinbarung mit der DB InfraGO umfasst dabei den nördlichen Teil des Bahnhaltepunkts mit einer deutlich verbesserten, barrierefreien und breiten Zugangssituation und Unterführung für Passanten aus Richtung des Stadtzentrums.

Der Stadt Jüchen wurde die Vereinbarung mit Hilfe der Starke Projekte GmbH – ein Unterstützungsangebot des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW unter Einsatz von Fördermitteln des Bundes und des Landes ermöglicht: Sie hat die Qualifizierung des Projekts maßgeblich begleitet. Mit Unterstützung von STARK-Fördermitteln konnten eine städtebauliche Rahmenplanung erarbeitet und die notwendigen Abstimmungsprozesse zwischen den beteiligten Akteuren mit fachlicher Unterstützung durch die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH erfolgreich durchgeführt werden.

„Die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung des Bahnhofs Jüchen. Mit dem neuen Bahnhof als Mobilitätsknotenpunkt und städtebaulicher Schnittstelle zwischen Alt und Neu wird ein zentrales Element für die Vernetzung von Wohnen, Mobilität und Freiraumentwicklung im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier geschaffen“, so Bürgermeister Philipp Sieben.

Sonja Kosche, Bahnhofsmanagerin der DB InfraGO für den Raum Düsseldorf, meint: „Die Planungsvereinbarung unterstreicht den ganzheitlichen Ansatz, den wir bei der Entwicklung unserer Bahnhöfe verfolgen: Betrachtung einer gesamten Station über die Grundstücksgrenzen hinaus in enger Abstimmung und guter Zusammenarbeit mit der Kommune.“

Mit dem heutigen Schritt beginnt die nächste Phase des Projekts. Gegenstand der geschlossenen Vereinbarung sind erste Planungen (Leistungsphasen 1 & 2 nach HOAI) des barrierefreien Ersatzneubaus mit einer attraktiven Zugangssituation aus Richtung des Stadtzentrums mit einer großzügigen Rampe und einer breiten Unterführung zu den Bahnsteigen. Zu den weiteren anstehenden Aufgaben für die Stadt Jüchen gehören die weitere Konkretisierung der Planungen, die Vorbereitung und Einreichung eines investiven Förderantrags im Programm STEP Rheinisches Revier sowie die Neuplanung des südlich gelegenen Abschnittes, der Unterführung unter der Autobahn 46.

Mit diesem Bündel an Maßnahmen zeigen die Stadt Jüchen, die DB InfraGO AG und die Starke Projekte GmbH, wie innovative Stadtentwicklung und
nachhaltige Infrastrukturprojekte den Strukturwandel im Rheinischen Revier erfolgreich gestalten können. Die Entwicklung rund um den Bahnhof wird dabei zu einem beispielhaften Modell für die Transformation ehemaliger Tagebaulandschaften und die Schaffung zukunftsfähiger Lebens- und Mobilitätsräume.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.