18.07 – 29.08.: DER GLAUBE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT

Ökumenische Sommerkirche geht in Jüchen an den Start

JÜCHEN. „Zugegeben: Der Titel ist halb geklaut…,“ schmunzelt Marcel Mostert,
Prädikant der Evangelischen Kirchengemeinde Jüchen. „Aber immerhin kommt Julius
Weckauf, der Hauptdarsteller des bekannten Films mit dem ähnlichen Titel, aus
unserer Stadt – deshalb: Warum nicht?“ Am Samstag, 18. Juli, startet die
ökumenische Sommerkirche 2026 auf dem Jägerhof bei Jüchen. Jeweils um 17 Uhr
laden evangelische und katholische Kirchengemeinde an ungewöhnliche Orte ein,
die man sonst kaum mit einem Gottesdienst in Verbindung bringen würde. Eines
haben alle sechs Orte dieser Reihe gemeinsam: Sie sind allesamt draußen – eben
„an der frischen Luft“. Klar, dass auch das Werbeplakat für die Reihe vom
Filmplakat inspiriert wurde.


Marcel Mostert, der wesentlich an der inhaltlichen Gestaltung gearbeitet hat,
umreißt die Grundgedanken der Ökumenischen Sommerkirche so: „Der Glaube kommt
raus – aus dem Gebäude, aus der Komfortzone, aus dem Schweigen, aus der Schwere.
Sechs Abende beleuchten je eine Dimension dieses Herauskommens. Das Bild der
frischen Luft zieht sich als Bild durch alles: atmen, aufbrechen, Weite spüren,
lebendig werden.“
Die Grundstruktur bleibt dabei immer gleich: Zuerst ein kurzer, etwa 30-minütiger Gottesdienst, dann ein gemütliches Beisammensein mit gekühlten Getränken
und einigen Leckerbissen vom Grill. „Alles in allem ein guter Einstieg in den
Samstagabend, der dann weiter genutzt werden kann.“ Mit dabei sind außer Marcel
Mostert auch die Pfarrerinnen Ines Busch und Alexandra Rosner. Der katholische
Pfarrer Ulrich Clancett war ebenfalls angetan von der Idee und steigt als
Prediger mit in die Reihe ein. Und damit die Lebensfreude, die ein solcher
Gottesdienst ausstrahlen kann, auch spürbar wird, bereichert Pop-Sängerin Meri
Wiesmann die Gottesdienste musikalisch. Marcel Mostert: „Meri hat das einfach
drauf: christliche Lieder, aber auch Pop-Songs – ein breites Repertoire, das
unsere Gäste begeistern wird!“
Hier die sechs Sommerkirchen im Überblick (jeweils samstags um 17 Uhr):
18. Juli – Jüchen (Auf dem Jägerhof) „Raus aus den vier Wänden
25. Juli – Spenrath (Am Friedenskapellchen) „Raus aus der Stille“
01. August – Hochneukirch (Am Schützenhaus) „Raus aus der Sicherheit“
15. August – Bedburdyck (Garten des Ev. Gemeindezentrums) „Raus aus der Schwere“
22. August – Otzenrath (Dorfplatz – am Brunnen) „Raus aus der Einsamkeit“
29. August – Hackhausen (Hof der Familie Quack) „Raus – und verwandelt zurück“
Am Ende jeder Sommerkirche gibt es übrigens (ganz nach Film-Vorbild) einen
Eierlikör, denn: „Das Leben muss ja irgendwie weitergehen…,“ zitiert Marcel
Mostert augenzwinkernd.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.