Jüchen wird während der Schützenfesttage in eine ganze Wolke voller Musik gehüllt. Und das
bezieht sich nicht nur auf die zehn Corps und Kapellen, die musizierend mit den Festzügen
durch die Straßen ziehen. Auch im Festzelt und beim Festgottesdienst in der Jakobuskirche
ziehen die Schützen alle Register, wenn es um eine angemessene, hochwertige musikalische
Begleitung geht. Hier die Einzelheiten:
Auftakt am Samstag im Festzelt:
„SCHROEDER“ – FETZIGE MUSIK AUS DEM RHEINLAND
Seit einigen Jahren Stammgäste im Jüchener Zelt zum Königsehrenabend sind „SCHROEDER“
Garanten für Vollgas-Stimmung. Und jetzt heißt es für sie ab in das Epi-Zentrum des Jüchener
Schützenfestes.
„SCHROEDER“ bieten ein breit gefächertes Repertoire, das von klassischen Hits bis zu mo
dernen Chartstürmern reicht. Ihr Ziel ist es, für jeden Geschmack und jede Stimmung den rich
tigen Song parat zu haben.
Zu ihrem Repertoire gehören auch moderne Hits wie „Bad Habits“, „Blinding Lights“ und
„Watermelon Sugar“. Mit diesen aktuellen Songs schaffen „SCHROEDER“ eine frische und
trendige Atmosphäre. Für jede Generation also das Passende dabei – also let’s party im Fest
zelt Jüchen!
Festlicher Auftakt am Sonntagmorgen:
CHOR SINGT BOËLY-MESSE IM FESTGOTTESDIENST
Traditionell wird der Festgottesdienst anlässlich des Jüchener Schützenfestes am Sonntag um
9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Jakobus eine besonders musikalische Gestaltung erfahren. Der
Katholische Kirchenchor Jüchen führt die „Messe bréve“ Nr. 1 op. 25 des französischen Kom
ponisten Alexandre Pierre François Boëly (1785-1858) auf. Der Kirchenchor wird dabei von
einem Streicher-Ensemble sowie von der Orgel begleitet. Außerdem wird das „Laudate Domi
num“ von Robert Jones (*1945) zu hören sein.
Mit einem Augenzwinkern hat Organist Wilhelm Junker dazu für die Orgel Werke des Franzo
sen Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817-1869) ausgewählt. „Das sind einerseits angemes
sen-majestätische Klänge, und zum anderen erinnern ganze Passagen auch an eine große Kir
mes-Orgel, wie sie früher auf den Festplätzen zu hören war,“ schmunzelt der Kirchenmusiker,
der auch die musikalische Gesamtleitung hat.

Stilvoll zur Residenz Seiner Majestät:
DUDELSACK-MUSIK WECKT DAS DORF UND BEGLEITET ZUM KÖNIGSEMPFANG
Nach einem Festgottesdienst voller Musik geht es gleich vor der Jakobuskirche weiter, wo
sich im Anschluss ein kleiner Festzug in Richtung der Residenz Seiner Majestät an der Rie
kestraße formiert. Musikalisch begleitet wird diese Truppe aus Schützen, Damen und zahlrei
chen geladenen Gästen von den „Rhine Area Pipes & Drums“. Mit dabei auch der Herberather
Nils Bosshammer, der neben seiner Tätigkeit als Werbegrafiker auch als Dudelsacklehrer in
der Jüchener Honschaft tätig ist. Bosshammer ist den Jüchener Schützen seit Jahren verbun
den, gestaltet er doch maßgeblich das Layout der „Schützen-Postille“ und begleitet immer
wieder mit dem Dudelsack die unterschiedlichsten Anlässe im Jüchener Schützenleben. Erst
am Himmelfahrtstag ist er wieder aktiv als Dudelsacklehrer und bietet einen Kurs in seinem
„Original Scottish Pub“ für jedermann an.
Tollhaus am Montag:
DJ DOMIC ROCKT DEN KLOMPENBALL
Mit DJ DOMIC haben die Jüchener Schützen für den Klompenball am Montag (01. Juni) einen
bewährten Kracher verpflichten können. „Klompenbälle wie 2016, 2019, 2022 und 2024 gab es
in Jüchen noch nicht. Das schreit nach erneuter Wiederholung – und Domic ist unserem Ruf
wieder gerne gefolgt!“ Präsident Jens Jagdfeld erinnert sich immer wieder gerne an dessen
Auftritte in Jüchen: „Domic hat einfach den Leuten zugeschaut und mit seiner Musik darauf
reagiert – der Typ ist der Knaller überhaupt!“ Von Karneval über Schlager, Disco und Rap bis
hin zu Techno und Djungle – DJ DOMIC kann alle Register ziehen, die aus einem Festzelt in
kürzester Zeit ein Tollhaus machen. Klar, dass er mittlerweile auch gern gesehener DJ bei den
legendären 1live-Parties des WDR-Jugendsenders ist. Warum also nicht auch wieder in Jü
chen?! Domic hatte 2020 die Jüchener Schützen trotz Corona-Pandemie mit seinem Jüchener
DJ-Kollegen Patrec da Baas in einem Party-Live-Stream aus dem Marienheim in Schützenfest-
und Party-Stimmung versetzt und gut 1000 Zuschauer via Internet begeistert.
Nun also wieder als mittlerweile guter Freund der Jüchener Party-People wieder on stage
beim Klompenball: Schützenherz – was willst Du mehr?!
Bewährtes am Sonntag und am Dienstag:
„SOUNDCONVOY“ ROCKEN DEN SONNTAG UND SETZEN ZUM ABSCHLUSS DIE KRONE AUF
Sieben professionelle Musiker und eine Superstimme „an der Front“ bilden die Partyband
„SOUNDCONVOY“. Nach 30 Jahren und mehr als 3500 Auftritten wissen die Musiker von
„SOUNDCONVOY“ genau, worauf es bei einem Top – Event ankommt. Ob im Festzelt auf
Schützenfest, zur großen SAT1-Silvesterparty am Brandenburger Tor mit über einer Million
Menschen vor der Bühne oder beim Gala-Dinner im Gästehaus der Bundesregierung, „SOUND
CONVOY“ begeistert immer. Nicht umsonst hat die Band mehrmals den „Top-of-the-Moun
tain-Partybandpreis“ gewonnen; hier wird die beste Band aus den Top 40 Partybands bun
desweit jährlich von einer Jury ausgewählt.
„SOUNDCONVOY“ spielt seit vielen Jahren im Jüchener Festzelt auf und ist daher allen Besu
chern bestens bekannt. Nach einem stimmungsvollen Regimentsabend am Sonntag werden
„SOUNDCONVOY“ am Dienstagabend dem großen Krönungsball einen festlichen musikali
schen Rahmen verleihen – das ist der Job von „SOUNDCONVOY“ auch in diesem Jahr. Sicher
lich wird die Spitzen-Band das Zelt auch wieder zum Beben bringen und alle Besucher restlos
begeistern.
Jugendschutz, Nichtraucherschutz und Cannabis-Verbot:
UNAUFGEREGTE SICHERHEIT WIRD GROßGESCHRIEBEN
Beim Jugendschutz werden auch in diesem Jahr wieder die klaren gesetzlichen Vorgaben
durchgesetzt: Für Jugendliche unter 16 Jahren bleiben die Abendveranstaltungen im Festzelt
auf dem Platz am Haus Katz gänzlich tabu, Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren müssen
ihren Ausweis an der Kasse hinterlegen. Um Mitternacht werden anhand der noch vorhande
nen Ausweise diejenigen im Zelt vom Security-Team aufgesucht, die aus der Altersgruppe 16
18 Jahre noch anwesend sind und aufgefordert, mit ihrem Ausweis das Festzelt zu verlassen.
Nutzt auch das nichts, werden die verbliebenen Ausweise der Polizei übergeben, die dann
entsprechende Maßnahmen ergreifen wird. Unterstützt wird das Sicherheits-Konzept im Fest
zelt durch ein professionelles Security-Team, das seit Jahren in diesem Job bewährt ist.
Ein eigenes Thema sind die als „Mutti-Zettel“ bekannten „Erziehungs-Beauftragungen“. Dazu
Sabine Rosenthal-Aussem, Leiterin des Kommissariates „Vorbeugung“ der Polizei im Rhein
Kreis Neuss: „Der Jugendschutz ist gerade bei Schützenfesten ein schwieriges Kapitel. Da
greift man schnell zu den Formularen aus dem Internet, mit dem eine erwachsene Person „er
ziehungsbeauftragt“ wird und Jugendlichen unter 18 Jahren auch nach Mitternacht den Auf
enthalt dort ermöglichen soll. Ich kann nur dringend dazu raten, sich genau zu informieren,
bevor man als Eltern eine solche Beauftragung ‚mal eben schnell‘ unterschreibt!“
Ein sicheres, erprobtes Exemplar der „Erziehungs-Beauftragung“ stellt der BSHV übrigens auf
seinem Schützenfest-Portal unter der Rubrik „Jugendschutz“ als Download zur Verfügung.
Dort gibt es auch genaue Informationen zu diesem Verfahren.
Zur Selbstverständlichkeit ist der Nichtraucherschutz für die Schützen geworden. Auch im Jü
chener Festzelt ist das so. So wird es vor dem Zelteingang eine überdachte, aber offene Fläche
für Raucher geben. Solche Lösungen werden seit Jahren bei den großen Volksfesten in Süd
deutschland mit Erfolg praktiziert – und auch in Jüchen gibt es diese „Raucher-Lounge“, die
gerne von den Rauchern in Anspruch genommen wird.
Ein neues Gebiet in Sachen Sicherheit und Jugendschutz ist der seit kurzem gestattete Kon
sum von Cannabis. Doch gerade hier gibt es für den Jüchener Kirmesplatz bereits klare Regeln,
die gar nicht erst eigens beschlossen werden müssen. Die Jüchener Stadtverwaltung erläutert
das: „Unmittelbar an den Festplatz grenzen zwei Kindertagesstätten und eine Jugendeinrich
tung. Nach dem neuen Gesetz ist der Konsum in Sichtweite dieser Einrichtungen verboten.
Damit ist Cannabis auf dem Jüchener Festplatz automatisch ein absolutes Tabu.“ Zudem gebe
es ja auch Fahrgeschäfte auf dem Kirmesplatz, die in erster Linie von Kindern besucht werden.
Bürgerschützen- und Heimatverein Jüchen
SPLITTER UND HIGHLIGHTS 2026
Mit ihrer turnusmäßigen Generalversammlung starteten die Jüchener Schützen am Samstag,

- April, in die „heiße Phase“ vor dem großen Schützenfest vom 29. Mai – 02. Juni 2026. Auch in diesem Jahr waren die Schützen zu Gast in der Garzweiler Peter-Giesen-Halle – diesmal mit einer Premiere.
So trat Jens Jagdfeld zum ersten Mal als Präsident vor die über 200 in der Halle versammelten Schützen führte durch die Tagesordnung und brachte eine gute Botschaft mit, die mit Szenen Applaus quittiert wurde. Jagdfeld berichtete über einen vertrauensvollen Austausch mit der neuen Landrätin des Rhein-Kreises Neuss, Katharina Reinhold, und über einige Gespräche mit der Jüchener Verwaltung sowie mit dem neuen Bürgermeister Philipp Sieben. Daraus ergebe sich die Zusage, dass die umfangreichen und aufwendigen Festzug-Sicherungs-maßnahmen des vergangenen Jahres der Vergangenheit angehören: „Wir können die Uhr diesbezüglich auf 2024 zurückdrehen!“
Die Generalversammlung berief mit überwältigender Mehrheit Sofia Krall aus der Schützenjugend zur stellvertretenden Jugendoffizierin in den Vorstand des BSHV.
Schatzmeister Christian Wirtz breitete kurz und klar sein umfangreiches Zahlenwerk aus und erläuterte das vergangene Geschäftsjahr, das mit einem Plus abgeschlossen werden konnte.
Dennoch müsse man der galoppierenden Kos-ten-Entwicklung ins Auge sehen und auch feststellen, dass der erwirtschaftete Gewinn aus 2025 die Verluste der vorhergehenden Jahre nur teilweise ausgleiche.
Dem schloss sich Präsident Jagdfeld an und formulierte folgerichtig einen Antrag des Vorstandes an die Generalversammlung zur Erhöhung der Beiträge für aktive Schützen ab Januar 2027 um 20 auf dann 150 Euro jährlich; dieser Antrag wurde mit überwältigender Mehrheit ange
nommen. Der Beitrag für passive Mitglieder wurde auf 50% des Aktiven-Beitrages festgesetzt.
Regimentskommandeur General Robert Wirtz stellte den 20-seitigen Regiments-befehl für das
anstehende Schützenfest vor, der alle wichtigen Informationen zum bevorstehenden Fest ent
hält. Zudem nahm Robert Wirtz Beförderungen vor. So wurden Joachim Schiffer (Gardejäger),
Dietmar Esser (Artillerie) und Jürgen Paulußen (Weiße Husaren) zum Major, Jörg Zitzen
(Infanteriezug „Kaiser Wilhelm“) und Christian Dette (Gardejäger) zum Hauptmann, sowie
Tobias Caumanns (Grenadierzug) und Lucas Esser (Heimattreue II) zum Leutnant befördert.
Das Königsschießen des BSHV hatte schon am 18. April auf dem Vereinsschieß-stand an der
Alleestraße stattgefunden, wie Schießwart Roland Weyer berichtete. „Lediglich ein eventuell
notwendiges Stechen hätten wir dann noch am Tag der Generalversammlung durchführen
müssen.“ Doch das wurde, wie sich herausstellte, nicht mehr nötig. Die Schießergebnisse, vor
allem das Sieg-Ergebnis, blieben eine Woche unter Verschluss und wurden am Samstag Präsi
dent Jens Jagdfeld in einem verschlossenen Umschlag überreicht.
Zum Ende der Generalversammlung öffnete Präsident Jagdfeld dann den Um-schlag mit der
siegreichen Mannschaft. Unter großem Jubel verkündete er die Mannschaft der Königsjäger
als souveräne Sieger des spannenden Wettbewerbs ohne Stechen mit 179 Ringen.
Gleich im Anschluss bat er Regimentsadjutant Oberstleutnant Marc Reipen vom Grenadierzug
„Junge Garde“ auf die Bühne. Unter dem Jubel der anwesenden Schützen fragte der Präsident
den 39-Jährigen Maschinenbautechniker, ob er bereit sei, das Königsamt, für das er sich be
worben habe, auch zu übernehmen. Nach einem lauten und deutlichen „Ja!“ kannte der Jubel
der Schützen in der Halle keine Grenzen mehr, Jens Jagdfeld setzte Marc Reipen den lorbeer
geschmückten Kronprinzenhut auf und erklärte ihn um genau 20.16 Uhr unter den Klängen des
Preußischen Präsentiermarsches zum Schützenkönig für das übernächste Schützenfest 2027.
Stimmungsvolle, zünftige Blasmusik machte dann im Anschluss viel Lust auf das kommende
Schützenfest.
Der Jüchener Reipen (39), ist mit Gattin Martina (34) verheiratet und hat eine Tochter: Marie
(4). 1999 startete er als Jungschütze seine Karriere im BSHV Jüchen. 2001 zählte er zu den
Mitbegründern des Grenadierzuges „Junge Garde“. Marc Reipen ist seit September 2018 Re
gimentsadjutant und damit stellvertretender Regimentskommandeur des BSHV Jüchen 1880
e.V.. Der Entschluss, sich nun auch für das höchste Amt der Jüchener Schützen zur Verfügung
zu stellen, fiel erst vor wenigen Wochen: Am 12. März machte sein Zugführer, Major Markus
Finken, die entsprechende Meldung beim Präsidenten des BSHV, Jens Jagdfeld. Bei der Frage
nach seinen Hobbys erntet man bei Marc Reipen Grinsen: „Klar – der BSHV!“ Natürlich kommt
auch die Familie mit Hund Manni – und dann: „Grillen!“
Marc Reipen wird am Schützenfest-Dienstag (02. Juni 2026) zusammen mit seiner Frau Mar
tina gekrönt.
In einer ersten Regierungserklärung stellte der Kronprinz auch schon sein Kabinett vor: Tobias
Zimmermann (Heimattreue II), Stefan Küppers (Garde-Infanterie), Lucas Esser (Heimattreue
II) sowie Stefan Matuschek-Odenkirchen (Sappeure) fungieren als Minister, Markus Finken
(Grenadierzug „Junge Garde“) begleitet die künftige Königin Martina als Adjutant durch das
Regierungsjahr.
Auch die Kleinsten werden schon in das heimatliche Brauchtum eingeführt und sind voller
Begeisterung dabei: Anfang Mai wurde standesgemäß schon ein Maibaum an der katholi
schen Kindertagesstätte „Unserer Lieben Frau“ errichtet. Nun fiebern die Kinder nun „ihrem“
Schützenfest entgegen. Am 22. Mai wird der Vogel „geworfen“. Mehrere Bewerber stehen für
das Königsamt im Kindergarten bereit. Höhepunkt ist der Festzug am Freitag, 29. Mai: Das
ganze Kindergarten-Regiment marschiert durch Jüchen und stattet dem Seniorenzentrum
Haus Maria Frieden und dem „richtigen“ Königspaar einen Besuch ab. Klar, dass es neben
süßen Überraschungen von Bastian und Ulrike von der Weydt auch eine Parade vor den großen
und kleinen Majestäten gibt. „In Jüchen herrscht zum Schützenfest der Ausnahmezustand,
und da muss der Kindergarten natürlich mitziehen. Das macht allen einen Riesenspaß!“ freut
sich Astrid Robert, Leiterin der Kindertagesstätte. Die ganze Woche vor dem großen Schüt
zenfest ist jetzt schon fest verplant mit dem Schmücken des Kindergartens und dem Basteln
von Uniformen und eigenen Königsorden.
Der Schützenfestsamstag beginnt eher besinnlich: Nach dem Böllerschießen des Artilleriezu
ges, der das Schützenfest traditionell eröffnet, gibt der Instrumentalverein Hilfarth gemeinsam
mit dem Tambourcorps Hochneukirch am Seniorenzentrum Haus Maria Frieden ein Platzkon
zert. Seit über 30 Jahren besteht die schöne Tradition, zu der auch Königspaar, Königszug und
Vorstand dem Seniorenzentrum einen Besuch abstatten. Der Bürgerschützen- und Heimatver
ein bringt mit diesem Nachmittagsprogramm seine Verbundenheit auch zu den älteren Mit
bürgern zum Ausdruck. Viele der Hausbewohner bzw. deren Ehegatten marschierten selbst
einmal aktiv in den Reihen der Jüchener Schützen mit.
In großem Rahmen findet am frühen Samstagabend der Ökumenische Gottesdienst am Ehren
mal auf dem Friedhof statt. Dieser Gottesdienst, wird bereits zum 51. Mal gefeiert. Es schlie
ßen sich die Totenehrung mit Kranzniederlegung sowie der Große Zapfenstreich an, der in
diesem Jahr vom Bundestambourcorps Königshoven und dem Musikverein St. Josef Horst be
stritten wird.
Kultstatus hat das Einschießen des Festes durch die Artillerie. In früheren Zeiten war es das
untrügliche Zeichen auch für die Nachbardörfer, dass nun das Fest beginnt. Und auch heute
noch warten ganze Schützenzüge auf dieses Startsignal, das punkt Glockenschlag 14.30 Uhr
am Schützenfestsamstag durch die Artillerie erfolgt. 80 Gramm Schwarzpulver füllen die ge
prüften Schießmeister des ältesten Jüchener Schützenzuges in die Kartuschen, die dann in das
historische Geschütz verbracht werden. Unter fachgerechter Aufsicht werden 21 Schuss ab
gegeben. Speziell eingeladen zu dieser Fest-Eröffnung sind traditionell die Edelknaben und
die Jungschützen, die dazu aus Sicherheitsgründen allesamt mit einem entsprechenden Ge
hörschutz ausgerüstet werden.
Viele fragen sich, warum zu feierlichen Anlässen 21 Schuss Ehrensalut mit Kanonen abgege
ben werden. Der Ursprung dieses Brauchs, der auch den Beginn des Jüchener Schützenfestes
markiert, hat seinen ernst-praktischen Ursprung in der Kriegsschifffahrt des 14. Jahrhunderts.
In der Regel waren die Kriegsschiffe alter Prägung mit 21 Vorderlader-Kanonen ausgestattet
(zehn Backbord, zehn Steuerbord, eine auf dem Bug vorne am Schiff). Diese Kanonen waren
(weil als Vorderlader sehr langwierig in der Ladung) auf Kriegsfahrten beständig scharf gela
den, damit sie im Ernstfall schnell abgefeuert werden konnten. Das war gefährlich, aber not
wendig. Lief nun ein solches Kriegsschiff einen befreundeten Hafen an, war das Schiff als Gan
zes eine riesige, schwimmende Bombe. Um die Gefahr einer unkontrollierten Explosion und
somit einer Katastrophe in einem Hafen zu vermeiden, wurden auf der Reede vor dem Einlau
fen alle Geschütze abgefeuert – 21 Stück an der Zahl. Damit entschärfte man die Situation und
kündigte so seine friedliche Einlauf-Absicht an. Erst nach dem Abfeuern aller Geschütze
wurde der Einlauf in den Hafen genehmigt. Das Abfeuern der Geschütze wurde auch als Gruß
(„Salut“) dem jeweiligen Herrscher und der Bevölkerung gegenüber interpretiert.
Die Jüchener Artillerie benutzt eine Hinterlader-Kanone, die mit Kartuschen beschickt wird.
Nach einem Schuss wird nur die Kartusche ausgetauscht und durch eine neue, bereits vorher
mit Schwarzpulver befüllte ersetzt – der nächste Schuss erfolgt. So können mit einem Geschütz
alle 21 Salutschüsse gefahrlos abgegeben werden. Am Tower von London etwa wird bis heute
mit Vorderlader-Kanonen gearbeitet: So steht dort für jeden Salut-Schuss für das britische Kö
nigshaus eine eigene Kanone zur Verfügung, weil die Kanonen sich bauartbedingt beim
Schuss stark erhitzen und mehrere Schüsse in kurzem Abstand für die Kanoniere lebensge
fährlich wären. So ist es nicht verwunderlich, dass es immer wieder bis in die Gegenwart hin
ein zu schweren Unfällen mit Vorderlader-Kanonen nach solcher unsachgemäßen Nutzung
kommt. „So etwas gäbe es bei uns nicht. Wir unterliegen strengsten Vorschriften, an die wir
uns auch ganz penibel halten,“ betont einer der geprüften Schießmeister der Jüchener
Artillerie. So ist es selbstverständlich, dass sich die Jüchener Artilleristen regelmäßig mit ih
rem Geschütz auf den Weg zu strengen Sicherheits-Überprüfungen durch den TÜV machen
und entsprechende Zertifikate und Schieß-Genehmigungen vorweisen können.
Der Sonntagmorgen steht ganz im Zeichen der Gottesdienste der beiden Kirchen. Um 9.30 Uhr
beginnt der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakobus d.Ä.. Hier treffen sich die Fahnen
abordnungen, Edelknaben und Jungschützen und geleiten in einer großen Prozession das Kö
nigspaar S.M. Bastian und I.M. Königin Ulrike an ihre Plätze in der Jakobuskirche. Die musika
lische Gestaltung des Gottesdienstes liegt in den Händen von Wilhelm Junker; unter seiner
Leitung singt die Kirchenchor-Gemeinschaft Hochneukirch-Jüchen-Otzenrath die „Messe
bréve“ Nr. 1 op. 25 des französischen Komponisten Alexandre Pierre François Boëly (1785
1858) für Chor, Streicher und Orgel. Außerdem erklingt königlich-fröhliche Musik von der gro
ßen Orgel.

Ein bunter Tupfer im Festprogramm ist alljährlich der Klompenzug, der sich am Montagnach
mittag zu den Klängen des Tambourcorps Hochneukirch durch die Straßen des Ortes schlän
gelt. In oft wochenlanger Kleinarbeit wurden die Holzschuhe, die „Klompen“, von fleißigen
Händen dekoriert, phantasievoll und meist mit humorvollem Hintergrund. Oft werden auch
ganz aktuelle Themen aufgegriffen. Fast 500 Teilnehmer aus über 25 Schützenzügen wettei
fern um die ausgelobten Preise für die schönsten Klompen im Regiment. Für eine Riesenstim
mung sorgt an diesem Nachmittag im Festzelt ein alter Bekannter: DJ Domic in da House! –
und das heißt ganz klar: Party-Eskalation total.
Den musikalischen Höhepunkt, gleichzeitig auch die prächtigsten Vorbeimärsche des ganzen
Festes stellen die beiden „Blumen- und Musikparaden“ am Sonntag und Dienstag dar. Zu
Beginn der großen Königsparaden auf dem Marktplatz formieren sich dazu neben allen Fah
nen- und Standartenträgern auch alle „Hönesse“ (Träger der prächtig gesteckten Blumenhör
ner) sowie vier Musikkapellen und vier Tambourcorps der Regimentsmusik zu einem großen
Marschblock. Unter der Führung eines Tambourmajors marschieren über 200 Musikanten und
Spielleute an der Ehrenbühne vorbei und drehen eine Ehrenrunde um die Majestäten und ihre
Ehrengäste. Diese sehen sich von einer gewaltigen Musikwolke eingehüllt – sie stehen sozu
sagen „mitten in der Musik“ und lassen sich vom Können der Marschierer begeistern. Ge
spannt warten dann alle Zuschauer auf das „Abreißen“. Auf ein Kommando des führenden
Tambourmajors hin müssen dabei alle Musikanten auf einen Schlag ihr Spiel beenden. Gelingt
dieses schwierige Unterfangen, ist den Musikern großer Szenenapplaus sicher.
Alle musikalischen Fäden des Jüchener Schützenfestes laufen bei Vize-Präsident Kurt Leines
zusammen. Als Musikbeauftragter des BSHV ist er dafür zuständig, sowohl die Musik in den
Festzügen als auch im Festzelt vorzubereiten und zu koordinieren. „In Vorbereitung des dies
jährigen Schützenfestes hatte ich Verträge mit insgesamt 13 musikalischen Gruppen zu schlie
ßen – das macht man nicht einfach mal so nebenbei,“ berichtet Leines. Da gehe es selten nur
um eine Unterschrift. Die teils jahrelangen Beziehungen zu Musikkapellen, Tambourcorps,
DJ’s und Bands wollen gepflegt werden. „Ich weiß gar nicht, wieviele Stunden ich in Sachen
Musik telefoniert habe,“ lacht der Vize-Präsident. Aber aus manchen Kontakten seien eben
auch Freundschaften geworden. Wiederbelebt haben Präsident Jens Jagdfeld und Regi
mentsadjutant Marc Reipen das „Musiktreffen“, eine Versammlung der Tambour-Majore und
Kapellmeister im Vorfeld des Schützenfestes. „Es ist einfach wichtig, miteinander im Ge
spräch zu bleiben und beständig an Verbesserungen zu arbeiten,“ betont Marc Reipen. Nach
außen sehe es aus, als sei doch alles wie immer – doch: „Kein Jahr ist wie das andere, es gibt
immer etwas zu verbessern!“ So könnten gemachte Fehler korrigiert und auch aktuelle Ent
wicklungen zur Sprache gebracht werden. „Und in der Musikszene tut sich immer sehr viel,
da ist echt Bewegung drin,“ pflichtet Kurt Leines bei. Mit Sorge beobachten Regimentsadju
tant und Präsident einen starken Rückgang gerade bei Tambourcorps und Musikkapellen. „Die
Corona-Krise war ein dramatischer Einschnitt – das bekommen wir seither auch in Jüchen zu
spüren,“ stellt Jens Jagdfeld fest. Und Marc Reipen ergänzt: „Wenn ich unsere Vorgänger
höre, bei denen sich die Musikgruppen um die Wette beworben haben, dann ist das heute
genau umgekehrt…“ „Ja,“ ergänzt der Musikbeauftragte Kurt Leines, „das ist wirklich so. Da
brauchst du schon gute Überredungskünste und vor allem gute und gepflegte Beziehungen,
damit Engagements für die Festzüge zustande kommen.“ Aber bis jetzt habe das immer noch
zur Zufriedenheit des Regimentes wie zur Begeisterung von tausenden Zuschauerinnen und
Zuschauern an den Zugwegen geklappt.
Ein Schützenfest wie das Jüchener erfordert akribische Planungen. Und die wollen auch kom
muniziert werden. So haben Regimentskommandeur General Robert Wirtz und Regimentsad
jutant Oberstleutnant Marc Reipen einen entsprechenden Regimentsbefehl verfasst. Auf
zwanzig Seiten ist alles festgehalten, was für den ordnungsgemäßen und disziplinierten Ab
lauf der Festveranstaltungen wichtig ist. Anlässlich der Generalversammlung der Schützen
wurde der Regimentsbefehl an die einzelnen Zugführer herausgegeben. „Professionell
gedruckt und in Farbe – das macht schon etwas her,“ so Marc Reipen nicht ohne Stolz. Das
Heft bietet auch die Grundlage für die berüchtigten Spießbücher in den Zügen. Darin verzeich
net der Spieß alle Vergehen, die nach dem Schützenfest mit gestrengen Strafen geahndet wer
den. Auch hier geht das Regiment mit der Zeit, so Marc Reipen: „Als .pdf-Datei passt das Teil
auf jedes Handy. Es gibt also keine Ausrede mehr, den Regimentsbefehl nicht am Mann zu
tragen…“
Sie stellen eine der Spezialitäten der großen historischen Festzüge in Jüchen dar: Die soge
nannten Sternzüge am Sonntag und am Dienstag. An verschiedenen Punkten finden sich dazu
die einzelnen Zugblöcke ein, um dann in Richtung Markt zu ziehen. Fünf Sternzüge ziehen
dann in Richtung Ortsmitte. Das Timing ist dabei so gewählt, dass die Sternzüge fast zeit
gleich mit klingendem Spiel im Jüchener Herzen eintreffen. Für die zahlreichen Besucher auf
dem Markt Jahr für Jahr ein faszinierendes und überwältigendes Schauspiel: War der Platz
gerade eben noch still und ohne Uniformierte, so befinden sich innerhalb von drei Minuten
plötzlich rund 600 Marschierer dort und bilden auf dem Platz ein rauschendes Bild aus Farbe
und Musik. Für Kommandeur General Robert Wirtz auch eine logistische Hilfestellung: „So
haben wir die einzelnen Blocks schon vorsortiert – und die Schützen sind warm marschiert.
Das ist ein wichtiger Vorteil dieser Einrichtung.“
Die Jüchener Schützen müssen auch gut zu Fuß sein. Neben den Wegen zu den offiziellen
Antretepunkten für die Festzüge kommen bei den Zügen selbst auch noch einige Kilometer
chen zusammen: Insgesamt müssen die Schützen an den Festtagen rund 9,9 km unter Führung
von Regimentskommandeur General Robert Wirtz und Regimentsadjutant Major Marc Reipen
zurücklegen. Am Samstag sind dies 2,5 km, am Sonntag 3,9 km, am Montag 1 km und am
Dienstag 2,5 km. Und da das Ganze auch schon einmal etwas anstrengend werden kann, hel
fen aufmerksame Anwohner immer schon einmal gerne mit einer kühlen Erfrischung am Zug
wegrand aus.
Im wahrsten Sinne des Wortes „krönender Abschluss“ des Heimatfestes wird der Dienstag
abend sein, an dem die Krönung des Königspaares für das Schützenfest 2027 stattfinden wird.
Während des traditionellen Krönungsballes im Festzelt wird Präsident Jens Jagdfeld die Krö
nung vornehmen. Während sich die neue Königin Martina Reipen mit einem glitzernden Krön
chen begnügen muss, erhält der künftige Regent Marc das große, historische Königssilber des
Bürgerschützen- und Heimatvereins. An diesem Abend muss das gut 450 Mann starke
Regiment gleich zu zwei stehenden Paraden im Festzelt antreten. Mit der einen verabschieden
sich die Schützen vom scheidenden König, die andere dient der Begrüßung des neuen Regen
ten. Den entsprechenden festlich-musikalischen Rahmen zu dieser Zeremonie liefert die Band
„Soundconvoy“.
Eine unangenehme Begleiterscheinung von Großveranstaltungen sind Menschenschlangen.
Auch für dieses Problem haben sich die Jüchener Schützen Entschärfungen ausgedacht. Da
gibt es zunächst den Einlass ins Festzelt. Kassenchef und Schatzmeister Christian Wirtz: „Die
Eintrittskarte der aktiven Schützen ist die Uniform. Ihre Begleitungen in Besitz einer „Partner
karte“ können ihre Karten an einem gesonderten Kontrollpunkt ganz zügig gegen Einlass
bändchen eintauschen.“ Damit können sich die diensthabenden Schützen im Kassenhaus auf
eigentliche Abendkasse, die Bearbeitung von „Mutti-Zetteln“ und anstehende Fragen kon
zentrieren.
Was den Stau vor dem „Örtchen“ angeht, gibt es seit Jahren innerhalb des Festzeltes gleich
zwei und zusätzlich noch auf dem Festplatz in der Rektor-Thoma Straße einen dritten Toilet
tenwagen. „So sollten sich die Wartezeiten auf ein Minimum reduzieren,“ erläutert Vize-Prä
sident Kurt Leines. Voraussetzung sei natürlich, dass auch der dritte Toilettenwagen auf dem
Festplatz genutzt werde, denn: „So weit ist der Weg dorthin jetzt auch nicht.“
Jedes Schützenfest ist immer auch Anlass zu einem Rückblick. Wer war eigentlich vor Jahren
Schützenkönigspaar in Jüchen? Vor zehn Jahren bekleideten Volker und Heike Wirtz dieses
Amt; vor 20 Jahren Bernd und Simone Antweiler; vor 25 Jahren waren es Friedhelm und Beate
Schwieren, vor 50 Jahren Herbert und Susanne Withaar, vor 75 Jahren Johann und Maria Horn
und vor 100 Jahren Everhard und Hermine Gaul.
Alle Informationen rund um das Jüchener Schützenfest gibt es auch im Internet: Über die
Homepage www.bshv-juechen.de ist das aktuelle „Schützenfest-Portal“ zu erreichen, das An
fang Mai freigeschaltet wurde. Verantwortlich für die Homepage der Jüchener Schützen zeich
net Marc Lónyai (Sappeurzug). Er pflegt die Seite und sammelt alle Informationen rund um
Fest und Verein. Auch in den sozialen Netzwerken facebook und instagram sind die Jüchener
Schützen vertreten.
Nachwuchsarbeit wird seit vielen Jahren im BSHV Jüchen großgeschrieben. Jugendoffizier
Michael Spartmann und seine Stellvertreterin Sofia Krall haben gemeinsam die Truppe im Griff
und machen mit der Schützenjugend ein tolles Programm. So gab es etwa im Sommer vergan
genen Jahres ein weiteres Mal das „Sommer-Camp“ der Schützenjugend auf einem Zeltplatz
in der Eifel, das wieder zu einem großen Erfolg wurde.
Theo Herrmann ist Zugkönig der Schützenjugend 2026. Die 24-köpfige Schützenjugend wird
in diesem Jahr von Matti Küppers als Zugführer angeführt. Die Standarte der Schützenjugend
tragen voller Stolz Collin Schwieren und Jonas Jablonski.
Alle Hände voll zu tun hat vor den Schützenfesttagen der Gerätewart des Bürgerschützen- und
Heimatvereins, Dirk Genenger mit seinem Stellvertreter Niklas Deußen. Neben den vielen tau
send Kleinigkeiten sind die beiden auch verantwortlich für die Verteilung des Fahnen- und
Wimpelketten-Schmucks in ganz Jüchen. Wer kurzfristig für sein Haus noch eine Jüchener
Fahne oder für seine Straße noch einige Wimpelketten benötigt, ist bei ihnen genau richtig.
Über die Kontaktmöglichkeiten der Homepage des BSHV www.bshv-juechen.de kann jeder
Interessierte seine Bestellung für Fahnen und Wimpelketten aufgeben oder sich darüber in
formieren lassen.
Die höchsten Fahnenmasten des Jüchener Schützenfestes befinden sich auf den Galerien des
Jakobus-Kirchturmes. In den letzten Jahren haben die Männer des Gardezuges „Jööcher
Boschte“ die Fahnen auf den Turm gebracht und dort in 45 Metern Höhe gehisst. Das werden
sie auch in diesem Jahr wieder tun. Fahnentrupp-Führer Konrad Voigt von den „Jööcher
Boschte“: „Wir freuen uns schon auf diesen Job – denn der Blick von dort oben ist vor allem
bei gutem Wetter absolut einzigartig!“
Seit zehn Jahren gibt es wieder eine Festschrift zum Jüchener Schützenfest. Die „Schützen
Postille“ wurde Mitte Mai vor dem Schützenfest ausgeliefert und kostenlos an alle Jüchener
Haushalte verteilt. Zudem liegt sie in den Jüchener Geschäften zur Mitnahme aus. Marc Lon
yai, bei dem die Fäden zusammenlaufen merkt nicht ohne Stolz an: „Sogar die Corona-Zeit
hatte damals das Erscheinen zumindest eines „Postillchens“ nicht verhindert!“ Das Redakti
onsteam um Marc Lonyai und „Werbechef“ Niklas Deußen hat wieder ein lesenswertes, durch
weg farbiges Heft von 84 Seiten zusammengestellt. Präsident Jens Jagdfeld ist überzeugt da
von, dass die „Schützen-Postille“ ankommt: „Ich darf ohne Übertreibung sagen, dass das Re
daktionsteam wieder ganze Arbeit geleistet hat. Die Jüchener Bürgerinnen und Bürger dürfen
sich auf eine kurzweilige Ausgabe mit allen Informationen rund um unser Schützenfest
freuen!“ Unterstützt vom Jüchener Designer Nils Bosshammer und seiner Agentur sei das
Thema „Festbuch“ in neue, sehenswerte Dimensionen geführt worden. Da gibt es neben Bli
cken hinter die Kulissen des großen Schützenfestes auch zahlreiche Artikel und Dokumente,
die sich etwa mit der Geschichte oder diversen Vereinen Jüchens beschäftigen. Kein Wunder,
dass Exemplare der „Schützen-Postille“ jährlich auch von der Deutschen National-Bibliothek,
dem Bundes- und dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen angefordert werden.
