Kaninchen auf den Friedhöfen

Gemeinde Jüchen – Jährlich kommt es zu dieser Jahreszeit zur gleichen Problematik auf den Friedhöfen in der Gemeinde Jüchen. Besonders auf dem Friedhof in Jüchen nimmt die Zahl der Kaninchen zu. Die Muttertiere brauchen besonders viele Nährstoffe, weil sie mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt sind und die ersten Jungtiere verlassen ebenfalls den Bau und fangen an, frisch gepflanzte Blumen zu fressen.

Eine Bejagung während der Schonzeit (März – September) ist jedoch gesetzlich nicht erlaubt ist. Auch die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung ist nicht möglich, weder zum Bejagen, noch für den Einsatz von Frettchen oder Greifvögeln.

Leider gibt es nur wenige Möglichkeiten, die Schäden in Grenzen zu halten. So kann z.B. ein tief in das Grab eingelassener Kaninchendraht sowie der Einsatz eines Vergrämungsmittels, welches Geruchsstoffe freisetzt, für Abhilfe sorgen. Auch kann über die Auswahl der Pflanzen Einfluss genommen werden.

Nach Beendigung der Schonzeit setzt die Gemeinde wieder auf die Unterstützung von Falkner Horst Brings aus Hackhausen, da die klassische Bejagung mittels Waffe auf öffentlichen Flächen nur sehr bedingt durchführbar ist. Dies geschieht auch aus Sicherheitsgründen, da durch den Einsatz von Falken weder Grabsteine beschädigt werden, noch Anwohner sich über Gewehrschüsse beschweren. Außerdem ist eine Sperrung der Friedhofsanlage nicht erforderlich.

Insgesamt soll so der Bestand auf ein erträgliches Maß herunterreguliert werden. Falkner und Gemeinde sind sich jedoch auch darüber im Klaren, dass man es nicht schaffen wird, kaninchenfreie Friedhöfe zu schaffen. Meist in den Abendstunden wird der Hackhausener Falkner mit seinen gefiederten Helfern die Gemeinde kostenlos unterstützen.

Ein Kommentar

  1. Es ist zwar nicht schön, auf abgefresse Blumen zu gucken aber das ist nun mal Natur. Ich findexes gut, dass sich alle an die Schonzeit halten. Unsere verstorbenen Angehörigen werden es allen verzeihen

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