Baustart für den Adenauerplatz

Bürgermeister Harald Zillikens hatte zum offiziellen ersten Spatenstich eingeladen. Neben den Ratsmitgliedern Karl-Heinz Ehms (CDU) und Joachim Drossert (SPD) waren sowohl der Hauptdezernent der Bezirksregierung Düsseldorf, Ralph Merten, als auch Christine Markert, die sich auch maßgeblich für die Förderung der Baumaßnahme eingesetzt hatte, zugegen.

Eine solch hohe Fördersumme, wie für den Adenauerplatz, werde nur selten auf einen Schlag vergeben. Meinte und Merten hob damit den „Sonderfall Jüchen“ hervor. Und Merten teilte weiterhin mit, dass die Kombination aus EU- und Landesmitteln künftig so nicht mehr möglich sein werde. Denn das jetzt zuständige neue Heimatministerium habe nur noch den Zugriff auf Landes- und möglicherweise Bundesmittel. Kann man hier von einem „bürokratischen Unfall“ reden? Egan, Hauptsache, es ist auch mal für Jüchen positiv.
Ganz umsonst ist es für Jüchen aber nicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,2 Mio. €. Davon förderungsfähige Kosten davon: 1,2 Mio. €. Der Zuschuss beträgt dann lediglich 750.000 €. Das sind weniger als 50% der Gesamtkosten und lässt die Frage zu, warum das so großzügig sein soll.
Zuschüsse kommen von Fördermittel aus „Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“ über das NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014–2020. Förderung der ländlichen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen“
Die Bauzeit beträgt: ab 16. April 2018 ca. 14 Monate

v.l.n.r.: Christine Markert, Joachim Drossert, Harald Zillikens, Ralph Merten, Karl-Heinz Ehms,

Der Bürgermeister betonte die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Hochneukirch, die sich mit dem neu gestalteten zentralen Platz einstellen werde. Durch eine Querungshilfe auf der Hochstraße werde auch eine Gefahrenstelle beseitigt, auf die Bürger immer wieder hingewiesen haben, betonte Zillikens. Weiterhin bemerkte er das „Einvernehmen“ bei allen bisherigen Nutzern des Adenauerplatzes, sich künftig auf Änderungen einzustellen. Bekanntlich werde der Schützenbaum umgesetzt, die Nutzung des neuen Platzes werde aber den Schützen, Karnevals- und Tannenbaumverein und natürlich den Marktbeschickern nach der Bauzeit wieder ermöglicht.

In mehreren Versammlungen hatte die Gemeinde die Anwohner und Geschäftsleute auf die Baumaßnahme vorbereitet. Sogar mit Applaus hätten solche Versammlungen geendet, betonte der Bürgermeister.

Die Maßnahme entspricht Landesinteresse und bewirkt eine Steigerung der Lebensqualität in ländlichen Räumen; entwickelt Attraktivität des Ortsteils Hochneukirch als Wirtschafts-, Lebens-, Wohn- und Erholungsraum nachhaltig weiter; unterstützt Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung. Deshalb hält die BR-D (Bezirksregierung Düsseldorf) den Adenauerplatz für förderfähig?

Den Anstoß zur Neugestaltung kommt aus der Bürgerschaft; Ideen zur Umgestaltung sind im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) 2014 zusammen mit den Bürger/-innen erarbeitet worden;
Qualitätskriterien einer modernen dorfgemäßen Gestaltung werden eingeplant. (Begrünung; Einrichtung; Barrierefreiheit) kombiniert mit zukunftsfähigen/nachhaltigen Gestaltungselementen (E-Bike-Ladestation, offenes W-LAN-Angebot);

Einigen Defiziten im Ortskern wird durch die Maßnahme begegnet, wie geringe Aufenthaltsqualität, städtebaulich-gestalterisch, problematische Verkehrssituation, schlechte Wege- und Sichtachsen;

Konkrete Verbesserungen verspricht sich die BR-D durch höhere Aufenthaltsqualität für alle Generationen, v. a. durch Trennung von Park- und Kommunikationsraum, neuer Einrichtung und Bepflanzung sowie Barrierefreiheit auf dem Adenauerplatz.
Die Umgestaltung ermöglicht ein konfliktfreies Nebeneinander verschiedenster Nutzungen im Ortskern: Wochenmarkt, Festplatz, Parkplatz, Aufenthaltsmöglichkeit, Spielfläche, Ort für Gastronomie und Einzelhandel und ÖPNV-Verkehrsknotenpunkt
Eine bessere Einbindung des Platzes in die bauliche Gesamtsituation durch Öffnung zur Hochstr. und damit Stärkung des Ortskerns als Wohn-, Geschäfts- und Erholungsraum (Attraktivität) soll hergestellt werden
Es gibt eine Entschärfung der gefährlichen Verkehrssituation an der Hochstr. Durch Schaffung einer Verkehrsinsel als Querungshilfe, weiterhin eine Verbesserung ÖPNV-Verkehrsknoten durch barrierefreie Wartehäuschen

Eine weitere Förderung ist nahezu abgeschlossen: Die Neugestaltung alter Friedhof in Hochneukirch (Zuschusshöhe: 30.000 €) – war die erste Fördermaßnahme auf Grundlage des Dorfinnenentwicklungskonzeptes 2014.

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