Jüchener sollen ihren neuen Marktplatz planen

Jüchen – Das Ortszentrum Jüchens soll schöner werden. In dem Punkt waren sich die Besucher einer offenen Mitgliederversammlung, zu der der CDU-Ortsverband Jüchen eingeladen hatte, einig. Einige meinten „schlimmer geht’s eh nicht“.
Im Fokus der Diskussionen steht der Marktplatz, der aus Sicht vieler Bürger eine Umgestaltung gut vertragen könnte. „Wir möchten Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu äußern und an der Gestaltung mitzuwirken“, sagt CDU-Ortsverbandsvorsitzende Sandra Lohr. Sie will nicht die gleichen Fehler machen wie seinerzeit bei der Umgestaltung zum jetzigen Markt. Seinerzeit wurden die Bürger zwar informiert, aber das Ergebnis ging ganz an deren Vorstellungen und Wünschen vorbei. Zu viele Gegebenheiten mussten berücksichtigt werden. Einige persönliche Eitelkeiten, wie zum Beispiel die Scheune, sollen auch eine Rolle gespielt haben.
Jetzt sollen zwei Workshops mit je zehn interessierten Bürgern genauere Ideen erarbeiten, die noch vor den Sommerferien vorgestellt werden sollen.
Bei der offenen Versammlung, an der neben Anwohnern auch Mitglieder des Bürgerschützen- und Heimatvereins (BSHV) und Mitglieder anderer Parteien (Konrad Thelen, Hildegard und Wilfried Unrein von der FDP und Gerolf Hommel von der FWG), wurden Ideen gesammelt. Angeregt wurde etwa der Ausbau der Außengastronomie, vor allen Dingen auf der Seite des Marktes, wo bisher die Straße lang führt.
Die bisherige Busspur könnte wegfallen – ebenso wie die Haltestelle und die blaue „Scheune“, die viele zwar als nützlich, aber auch als hässlich empfinden. Das Buszentrum befindet sich ja an den Schulen. Eine Haltestelle am Kreisverkehr – von einigen anwesenden Politikern als nicht möglich bezeichnet, würde reichen. „Man kann vieles, wenn man das wirklich will“, meinte Werner Hüsselmann, CDU-Ratsmitglied.
Die Situation der Parkplätze müsste überdacht werden. Eine Tiefgarage oder alternativ dazu eine Parkmöglichkeit in der unmittelbaren Nähe des Marktes wurden angeregt.
Und: eine bessere Begrünung, wobei man den jetzigen Zustand wenig als Begrünung bezeichnen könnte. Hier sind aber auch alle aufgefordert, die Grünanlagen zu schonen. Sonst haben Pflanzen keine Chance.
Auch der Ruf nach mehr Geschäften stand im Raum, allerdings rechnen viele mit Blick auf den steigenden Online-Handel nur mit geringen Chancen, den Einzelhandel im Ortszentrum neu beleben zu können.
Der Tenor bei der Veranstaltung: „Mit Kosmetik lässt sich schon viel bewirken.“ So halten viele den Vorschlag, alles neuzubauen, für wenig sinnvoll. „Wir wollen mit möglichst geringen Mitteln viel erreichen“, sagt Lohr. Stv. Fraktionsvorsitzender Ralf Cremers geht nicht davon aus, dass Jüchen zeitnah wieder in den Genuss eines Förderprogramms für die Umgestaltung des Ortszentrums kommt: „Die Maßnahmen müssten gestreckt und im normalen Haushalt untergebracht werden.“
Deshalb sei eine Einbringung von Mitteln im Haushalt, wie es die SPD forderte, nicht nötig gewesen. „Dafür müssen wir uns erst mal im Klaren sein, was wir wollen“, so Hüsselmann, der es übrigens bedauerlich fand, dass die SPD, die ja in allen Meldungen zu diesem Treffen Kommentare abgab, nicht bei dieser Veranstaltung vertreten war.

Der Markt mit Brunnen bis Anfang der 70 er. Gemütlich und sehr vermisst….

 

 

 

… weiß man auch, warum das damals funktionierte. Es waren nur wenige Autos zu sehen und alle Geschäfte, ja sogar REWE. waren auf dem markt zu finden.
Ab den 70 ern – Der Verkehr nahm zu. Es wurden Ampeln installiert und Parkraum geschaffen – es gab noch einigen Einzelhandel auf dem Markt
Schön war das nicht, aber funktionell. Die Busse hatten eine Haltestelle und es gab genug Parkplätze. Ganz im Geiste der „Autofreundlichen Stadt“.

 

Der Markt ab den 90 ern. Man wollte ein Fußgängerzentrum, aber mit Parkplatz und Bushaltestelle. Die Gastronomie brauchte ihre Zulieferwege und einige Anlieger hatten dort ihre Garagen…..
…es wurde ein „gewollt und nicht gekonnt“-Markt. Die „Scheune“ tauchte auf einmal auf. Die Bushaltestelle wurde und wird auch immer noch als „Abfallbehälter und Schmierstelle benutzt und der Brunnen hat nur zu Beginn funktionier. Bis auf einige Wenige wollte keiner den Brunnen und die Scheune haben.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.