JuLis zum „Konkurrenzkampf der Jüchener Schulen“

„Dass sich, wie im amtlichen Mitteilungsblatt veröffentlicht, bisher am Gymnasium Jüchen schon 142 Schülerinnen und Schüler angemeldet haben freut uns sehr. Die meisten von uns waren auf eben diesem Gymnasium und haben auch Zeiten miterlebt wo es nicht immer so gut für die Schule lief. Die hohe Zahl der Anmeldungen zeigt, dass am Gymnasium Jüchen unter der Leitung von Frau Thouet vieles richtiggemacht wird.
Es ist die Rede von 71 Anmeldungen an der Gesamtschule, die eigentlich vierzügig sein soll. Mit einer so geringen Schülerzahl wird das aber im neuen Schuljahr nicht mehr möglich sein.
Schon zu der Zeit als die Entscheidung im Raum stand die Sekundarschule Jüchen zu einer Gesamtschule zu machen, waren die Jungen Liberalen Jüchen und auch viele andere dagegen. Auch die Schülervertretung des Gymnasiums hat im Oktober 2015 ihre Position klar geäußert und hat sich für eine „konkurrenzlose Schullandschaft“ eingesetzt.
Dieser Meinung sind wir Junge Liberale auch heute noch.
Wäre man damals bei einer Schullandschaft geblieben, die nicht zwei Wege zum Abitur aufweist, hätte man heute nicht das Problem mit dem die Gesamtschule sich jetzt auseinandersetzen muss. Wenn die Schule es nicht schafft vierzügig zu werden, muss man mit weniger Klassen in einem Jahrgang arbeiten. Dann ist die Zeit gekommen, und man steht wieder vor der selben Frage wie 2015. Man hat schon in diesem Jahr davor gewarnt, dass eine bloße Umbenennung der Schule keine langfristige Lösung ist.
Heute ist es unserer Meinung nach so, dass man zwei Schulen geschaffen hat die miteinander konkurrieren. Auch wenn die Schulleitungen Frau Thouet und Frau Schumacher, sich nicht als Konkurrentinnen sehen. Mit der Umstellung auf G 9 am Gymnasium, vor der wir zum Schutz der bestehenden Jüchener Schullandschaft ebenfalls gewarnt haben (Antrag zum Ortskongress 2017 der Jungen Liberalen Jüchen) haben beide Schulen ihr Alleinstellungsmerkmal verloren.
Sowohl die Gesamtschule als auch das Gymnasium führen ihre Schülerinnen und Schüler ab dem neuen Schuljahr in neun Jahren zum Abitur. Damit ist ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Schulen, der oft zur Entscheidungsfindung geführt hat, verschwunden. Familien die vor der Frage stehen ob das Kind auf eine Gesamtschule oder ein Gymnasium gehen, gehen mit ihrem Kind zum Gymnasium, weil der Name der Schule eine bessere Bildung suggeriert, als der der Nachbarschule.
Mit einer Reihe von Fehlentscheidungen hat man unserer Meinung nach dafür gesorgt, dass sich die Schulen in Jüchen in einem Konkurrenzkampf gegenüberstehen.
Vor jeder einzelnen dieser Fehlentscheidungen haben wir Junge Liberale gewarnt und uns dagegen eingesetzt.“
Jannik Zintl, der Vorsitzende der JuLis Jüchen macht daher auch heute wieder auf eine klare Meinung der jungen Politiker aufmerksam und erwartet eine angemessene Reaktion:
„Wir sind gespannt, wie von Seiten der Gesamtschule auf die heute im Amtsblatt beschriebene Situation reagiert wird, und hoffen, dass man sich nicht einfach nur einen neuen Namen für die Real-, Sekundar-, Gesamtschule einfallen lässt!“

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