Kopfweiden als wertvolle Biotope

Stadt Jüchen – Vor einigen Tagen haben zwei NABU-Mitglieder die Anzahl an Kopfweiden im Stadtgebiet von Jüchen um neun Stück im Bereich vom Jüchenerbroich erhöht. Meistens wird hierbei die Weiß- oder Silberweide (Salix alba) genommen, denn sie lässt sich, wie auch die meisten anderen Weidenarten, leicht durch Stecklinge vermehren. Es gibt aber auch Eschen- und Linden als Kopfbäume.
Früher gab es oft eine Doppelnutzung. Rinder grasten auf der Weide und Kopfweiden standen am Rande, meistens auch an Gräben! Denn Kopfweiden haben es gerne feucht, nährstoffreich und sonnig. So konnte zu damaligen Zeiten dauerhaft Brennholz, Stiele ober Material für Körbe geerntet werden und jede Weidenart war für bestimmte Zwecke von Vorteil.
In der heutigen Zeit dagegen, der NABU-Jüchen pflegt über einhundert Kopfweiden, werden diese als wertvolle Biotope vermehrt und dauerhaft gepflegt. Das heißt, dass die Kopfweiden alle etwa sechs bis acht Jahre vom „Kopf“ befreit werden, damit diese nicht auseinanderbrechen und möglichst lange als Kulturgut und Biotop erhalten bleiben! So bilden sich schon nach wenigen Jahrzehnten die ersten Höhlungen im weichen Weidenholz, welche dann von Wildbienen, Hornissen, Meisen, Spatzen, Bilche oder dem Steinkauz als Brutplatz und/oder Versteck genutzt werden.
Foto: Anja Peltzer (NABU-Jüchen)

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